SEO-Analyse: Wie man eine gute SEO-Analyse durchführt

Eine gute SEO-Analyse steht und fällt zunächst mit der richtigen Struktur und einem adäquaten Denkansatz, der die Dynamik und Vielfältigkeit der Suchmaschinenoptimierung berücksichtigt. Zunächst einmal sind wesentliche Grundprinzipien zu erläutern, die ein klares Verständnis über das analytische Verfahren in der Suchmaschinenoptimierung deutlich machen.

Grundprinzipien von SEO

Ohne genau in die detaillierte SEO-Arbeit einzutauchen, lassen sich drei Grundprinzipien in der SEO-Arbeit identifizieren.

Zugänglichkeit

– Technische Voraussetzungen schaffen, dass Suchmaschinen auf die richtigen Dokumente zugreifen

– Ist die Auswertung der richtigen Dokumente auf der Website gegeben?

Relevanz

– Erfüllen meine Inhalte den User Intent (zu deutsch Nutzerintention)?

– Sind meine Inhalte aktuell und entsprechen dem Zeitgeist?

– Kann der Nutzer durch das Aufrufen des Dokuments sein Anliegen erfüllen?

Popularität

– Sind meine Inhalte für andere Nutzer relevant, sodass meine Inhalte quer durch das Netz referenziert werden?

Unterscheidung von qualitativen und quantitativen SEO-Analysen

Bei der Suchmaschinenoptimierung lassen sich qualitative und quantitative Analysen unterscheiden. Bei der quantitativen SEO-Analyse betrachtet man lediglich Veränderungen auf Zahlen-Ebene, sprich inwieweit haben sich organische Traffic-Daten positiv oder negativ verändert. Bei der qualitativen SEO-Analyse untersucht man anhand von Entwicklungen plötzliche Einbrüche, Steigerungen oder Veränderungen im Allgemeinen (Einbruch des Sichtbarkeitsindex) und geht im Anschluss auf Ursachenforschung.

Wie lassen sich nun diese Grundprinzipien mittels einer SEO-Analyse, konkret einer Keyword-Analyse, anwenden?

Die SEO-Arbeit besitzt ihren Schwerpunkt in der Auswertung und Interpretation von Suchbegriffen und ihren Volumina. Welche Suchintentionen stehen hinter den Suchbegriffen, die wir auswerten? Die korrekte Auswertung führt zu einer Verbesserung der Suchergebnisqualität, da wir das Bedürfnis des Suchenden besser treffen. Die schnellere und erfolgreiche Befriedigung des Informationsbedürfnisses sendet positive Signale an die Suchmaschine, sodass eine Verbesserung nach oben in den Suchergebnissen erfolgt.

Eine gut geführte Keyword-Analyse hilft dem Unternehmen und der Agentur Arbeitspakete besser zu priorisieren, näher am Kundenbedürfnis stehende redaktionelle Inhalte zu verfassen sowie die Verbesserung der Informationsarchitektur zu realisieren.

SEO-Analysen im einfachen Prozess-Modell

Der einfachste SEO-Prozess unterteilt sich in drei Teilschritte. Dabei wird im ersten Schritt der SEO-Prozess durch die Durchführung eine SEO-Audits initialisiert. Im Rahmen des SEO-Audits wird bspw. eine SWOT-Analyse und eine Aufwands- und Ressourcenabschätzung durchgeführt, die ein detailliertes Bild des Ist-Zustands der Website und des Wettbewerbs abbildet. Dabei können Probleme und Potenziale aufgezeigt werden. Im zweiten Teilschritt geht es direkt über in das operative SEO. Hierbei führen die SEO-Verantwortlichen Benchmark-Analysen durch, um den Ist-Zustand mit dem Soll-Zustand abzugleichen. Auch die Aufwands- und Ressourcenabschätzungen im Sinne einer Feedback-Loop korrigiert den Aufwand für bestimmte SEO-Applikationen, um wirtschaftlich effizient zu bleiben. Zuletzt steht das allgemeine SEO-Controlling an, das stetig Performance-Analysen und Benchmark-Analysen durchführt. So wird der Erfolg der SEO-Maßnahmen gemessen.

Bekannte Analysen zur Auffindung von SEO-Potenzialen

  • SWOT-Analyse
  • ABC-Analyse zur Klassifikation von starken, mittleren und schwachen Keywords (Keyword Rohdaten aus unterschiedlichen Quellen)
  • Technische Analyse, IT-Audits (Google Measure, Lighthouse, Ryte)
  • Benchmark-Analyse (Abgleich Ist-Zustand mit potenziellem Zustand)

Die konkrete Anwendung der Analysen werden detailliert in weiteren Artikeln dargelegt.

Marvin Jörs

Marvin Jörs ist Gründer und geschäftsführender Gesellschafter der Skyscraper Marketing GmbH. Bereits mit 14 Jahren absolvierte Jörs sein erstes Schulpraktikum bei der Deutschen Telekom mit Aspekten aus der Suchmaschinenoptimierung. Seitdem erfolgten mehrere berufliche Stationen sowie Aktivitäten als freiberuflicher Webdesigner. Er hat an der Technischen Universität in Darmstadt einen B.Sc. in Wirtschaftsinformatik abgeschlossen. Seit 2019 ist Jörs Lehrbeauftragter für Online-Marketing an der Hochschule in Darmstadt.