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Google Ranking: Matt Cutts gibt Hinweise auf Relevanz bestimmter Faktoren

Wir nehmen die unterschiedlichen Domain Faktoren einmal unter die Lupe und diskutieren, ob die jeweilige Einflussgröße noch existent ist, nachweislich Einfluss besitzt oder schon längst an Bedeutsamkeit verloren hat. Hier geht es vor allem um Domain Faktoren, d.h. wie ist meine Domain aufgebaut, ist ein Keyword enthalten oder wie lang sollte sie tatsächlich sein?

Keyword in der Domain

Matt Cutts approves2011 antwortete Matt Cutts einem User genau auf diese Frage. Er betonte, dass es per se nicht nötig sei, das Keyword in der Domain zu tragen. Im Gegenteil: Brand Trust ist ist vor dem Hintergrund der ansteigenden Anzahl an thematisch ähnlichen Websiten ein wichtigerer Faktor. Dabei teilt er noch einen wichtigen Hinweis: Signifikant für verbesserte Rankings sind Anchortexte, die das Keyword beinhalten. Websiten, die mit ihrer Keyword-Domain verlinkt werden, haben somit einen indirekten Vorteil.

Noch ein aktuellerer Hinweis aus dem Jahr 2015 von John Mueller (Webmaster Trends Analyst). Das Interview wurde eigentlich zum Handling von neuen TLD geführt, doch im Nebensatz ließ er einen wichtigen Hinweis fallen:

Overall, our systems treat new gTLDs like other gTLDs (like .com & .org). Keywords in a TLD do not give any advantage or disadvantage in search.

Domainalter als Ranking-Faktor?

Matt Cutts approvesMatt Cutts hat auch hier eine Antwort. Das Alter der Domain ist kaum relevant.

First-Place-Keyword in der Domain

Das verhält sich ähnlich zu Keyword in der Domain. Wer sich schokolade.de sichern konnte, steht nicht unbedingt gut in SERPS. In bestimmten Nischen macht es jedoch durch aus Sinn, sich eine keywordspezifische Domain zu sichern. Das sind die Hebeleffekte größer.

Die Domainlänge

Matt Cutts (Quelle: Moz):

Matt Cutss approvesTo the best of my knowledge, no search engine has ever confirmed that they use length of registration as a factor in scoring. If a company is asserting that as a fact, that would be troubling. The primary reason to renew a domain would be if it’s your main domain, you plan to keep it for a while, or you’d prefer the convenience of renewing so that you don’t need to stress about your domain expiring.

Man sollte bei der Wahl jedoch eines beachten: Eine zu lange URL, bedingt durch eine lange Second-Level-Domain z.B., wird in den SERPS verkürzt angezeigt.

Keyword in Subdomain

Matt ist das relativ egal, ob wir ein Verzeichnis oder eine Subdomain nutzen. Früher nutzte man das Prinzip der Subdomains, um die SERPS mit unterschiedlichen Inhalten von unterschiedlichen Subdomains zu überfluten. Das wurde behoben und Google listet das relevanteste Dokument oder auch die relevanteste (Sub-)domain aller möglichen (Sub-)domains auf.

Eine Subdomain profitiert demnach nur sehr schwach ausgeprägt von einem Keyword. Natürlich profitiert man hier erneut von einem entsprechenden Anchortext, der das Keyword beinhaltet. Dies hat Matt als einen Einflussfaktor klassifiziert.

Die Vergangenheit meiner Domain

Viele Nutzer wenden sich an Matt mit der Frage, ob eine abgestrafte Domain noch zu retten sei. Der Aufwand, der betrieben werden muss, um eine abgestrafte Domain zu retten, ist hoch. Wir können davon ausgehen, dass eine negative Vergangenheit Einfluss auf die Domain-Power hat. Die Umkehrung ist nicht bestätigt, im Gegenteil: Lange Existenz ist kein Qualitätssignal.

EMD (Exact Match Domains)

Eine Backpfeife für alle Affiliate-Fraud-Kandidaten, die mit exakten Domain-Kombinationen an schnelles Geld gelangen wollten: Im Zuge des EMD Update im Jahr 2012 straft Google qualitätsschwache Websiten mit EMD ab:

Der Länder-Code: TLD

Weisen Sie den Content für jede Sprache einer separaten URL zu.

Google hat diesbezüglich in der Search-Console-Hilfe wichtige Hinweise gegeben. Empfohlen wird die Ausgliederung von Sprachversionen auf unterschiedliche TLDs (.com, .de, .se, …) oder auf länderspezifische Subdomains (de.designagency.com, en.designagency.com, …). Zwar werden auch Länderverzeichnisse akzeptiert, nur sind diese aus informationsstruktureller Sicht sehr ungünstig.

Keywords im <title>-Tag per se und am Anfang

Keywordplatzierungen im Title-Tag sind sehr gut, um Google erste Signale zu geben, um welche Thematik es sich hierbei handelt.

Keywords in der Meta-Description

Die Gestaltung der Meta-Description ist eines der wichtigsten Aufgaben im operativen SEO-Geschäft. Matt Cutts empfahl, bezüglich der Meta-Description sehr experimentell zu sein und möglichst hohe CTRs zu erzielen. So it does matter. Für Google ist das ein Qualitätssignal. Die Meta-Keywords hingegen sind für Google schon seit 2012 nicht mehr relevant.

Keyword in <h1>-Tag

Auch zwischen dem <h1>-Tag sollten die richtigen Keywords stehen. Ein Dokument sollte jedoch lediglich eine <h1> besitzen.

Diskussion: Keyworddichte in Text und WDF*IDF

Google ist im Kern (noch) eine Textsuchmaschine. Die richtige Wahl und Integration von Keywords in den Fließtext ist wichtig, um gute Rankings zu erzielen. Doch wie viel ist genug? Ab wann klassifiziert mich Google als Keyword-Stuffing-Patient? Matt gibt darauf keine eindeutige Antwort, jedoch zeigt er sich genervt von SEOs, die einen Überhang an Keywords in den Text abladen, um die Keyworddichte möglichst im zweistelligen Prozentsatz zu halten. Der falsche Weg! Natürliche Keywordnutzung, die eine Lesbarkeit des Textes noch garantieren kann. Es gäbe kein Rezept, so Cutts.

Contentlänge auf der Seite

serpIQ: How Important is Content Length? Why Data-Driven SEO Trumps Guru Opinions

 

Sehr interessante Studie von serpIQ (2012). Die Rankings scheinen sich mit steigender Content-Länge zu bessern. Diese Verlängerung kann durch regelmäßige Aktualisierung und durch das Anreichen der bestehenden Inhalte mit mehr Informationen erreicht werden.

LSI Keywords im Content, Title und in der Description

Google has confirmed that by using more LSI keywords, your page typically ranks better, and this makes sense because people are searching for the same keyword in various ways (Quelle: SEOpressor)

Über die klassischen Keyword-Quellen (Google Suggest, Keyword Planner) lassen sich in der Regel sehr schnell LSI-Keywords auffinden. Über LSIGraph kann man sich einfach zu einem Begriff LSI-Keywords anzeigen lassen. Die Platzierung in Title und Description ist dementsprechend auch nicht zu vernachlässigen. Auch die Positionierung spielt eine Rolle. Findet der Crawler die womöglich relevanten Keywords erst im unteren Drittel des Dokuments, so mindert dies die kalkulierte Relevanz.

Ladezeit der HTML-Elemente

Compression of your HTML and CSS files with gzip typically saves around fifty to seventy percent of the file size. This means that it takes less time to load your pages, and less bandwidth is used over all. (Quelle: Varvy)

Die Ladezeit der einzelnen Elemente auf der Seite sollte optimiert werden. Die Crawlability der Seite kann durch redundanten Code, fehlende Kompression und eine Überladung an JavaScript verschlechtert werden. Die Verwendung eines Caches kann hier helfen. Content Management Systeme erlauben oftmals auch die Umwandlung von Systemdokumenten in statische HTML-Seiten, um die Ladezeit drastisch zu reduzieren. Eine ausführliche Diskussion mit relevanten Aussagen gibt es hier.

Der richtig gesetzte Canonical-Tag

Der Canonical-Tag hat indirekten Einfluss auf das Ranking des Dokuments. Inwieweit? Sollten Duplicate Content Probleme auftreten, so kann es zu Rankingverlusten kommen. Zumal sollte stets ein Canonical-Tag auf das Dokument zeigen, um das Indexieren von Parameter-Salat (/?=cat9043?referrer=xoajd) zu verhindern. Mehr zu dem Thema auch hier.

SEO für Bilder

Bilder sind an sich nicht lesbar für Google. Es ist wichtig, die Lesbarkeit von Bildern herzustellen. Entscheidend hierbei ist das Ausfüllen der alt- und title-Attribute des Bildes. Für eine ausführliche Beschreibung hilft der SEO Bilder Guide.

Aktualität des Contents

Die Aktualität des Contents hat unter Umständen (genauer: für bestimmte Keywords mit bestimmten Suchvolumina) einen sehr hohen Einfluss auf das Ranking. Eine ausgezeichnete Darlegung findet man auf dem Moz Blog, geschrieben von Cyrus Shepard.

Outbound Links als Onpage-Faktor

Eine gesunde Anzahl an Outbound-Links kann die Relevanz des Dokuments steigern, bzw. wir können es als potenziellen Faktor berücksichtigen. Die Diskussion fing bereits 2008 an. Die Pro-Argumentation läuft häufig über das :related-Attribut. Eine eindeutige Aussage darüber gibt es nicht.

Unterstützende Inhalte

Aus den Google Qualitätsrichtlinien geht hervor, dass Navigationselemente (Usability-Elemente) einen Qualitätsfaktor darstellen. Welche Elemente sonst noch als unterstützende Einheit auf der Website klassifiziert werden, bleibt offen. Argumentiert wird hier vor allem mit einer verbesserten Usability der Seite. Zählen auch Reviews, Mini-Tools und Generatoren dazu?

Vorsicht vor iframes: Eine Einbindung von Inhalten durch iFrames ist schnell und effektiv. Nur leider liest der Crawler die Inhalte nicht und folgt lediglich dem Link, der angegeben wird.

 

404-Handling oder auch kaputte Links

Hier ist die Argumentation wieder genau anders herum: Eine reineSeite ohne 404 ist kein Ranking-Boost, allein der Tatsache verschuldet, dass entsprechende PHP-Skripte und Algorithmen das Entstehen von Fehlerseiten verhindern können. Einen negativen Einfluss auf das Ranking haben entsprechend viele 404’s, das wiederum für eine fragile Informationsarchitektur der Seite spricht. Dieses Gesetz gilt auch für Programmierfehler, HTML-Fehler, ungesunde Weiterleitungen, Timeouts, o.ä.

Marvin Jörs

Marvin Jörs ist Gründer und geschäftsführender Gesellschafter der Skyscraper Marketing UG. Bereits mit 14 Jahren absolvierte Jörs sein erstes Schulpraktikum bei der Deutschen Telekom mit Aspekten aus der Suchmaschinenoptimierung. Seitdem erfolgten mehrere berufliche Stationen sowie Aktivitäten als freiberuflicher Webdesigner. Er hat an der Technischen Universität in Darmstadt einen B.Sc. in Wirtschaftsinformatik abgeschlossen.
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