SWOT-Analyse im Rahmen der Suchmaschinenoptimierung

Die klassische SWOT-Analyse hat sich als Werkzeug der Betriebswirtschaftslehre etabliert, das einen schnellen Überblick über den Ist-Zustand des Untersuchungsgegenstands gibt. Im Rahmen der Suchmaschinenoptimierung lassen sich anhand der richtigen Daten eine SWOT-Analyse wesentliche Punkte sammeln, die für eine erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung relevant sind.

Die vier Felder der SWOT-Analyse lauten Stärken, Chancen, Risiken und Schwächen. Wir untersuchen also vier Aspekte, die im Zuge künftiger Anwendungen der Suchmaschinenoptimierung wichtig sein können. Wie wir nun die folgenden Aspekte unter die Lupe nehmen können, soll im nachfolgenden Verlauf des Artikels aufgezeigt werden.

Wie analysieren wir Chancen im Zuge der Suchmaschinenoptimierung?

Als Datenbasis kann hier im ersten Schritt die Sektion „Chancen“ helfen, die wir im Dashboard von Sistrix finden können. Nicht immer sinnvolle Chancen können wir dort aufgelistet finden, jedoch lässt sich beim erneuten Blick das ein oder andere wertvolle Keyword finden. Tipp hier wäre das Entfernen von Keywords, die die Konkurrenz betreffen, „free“ Keywords bei Kunden mit kommerziellem Intent und fremde Keywords, die keinen kontextuellen Zusammenhang zum Kunden besitzen.

Anwendung der ABC-Analyse und Gruppenanalyse

Die ABC-Analyse kann man mit Daten aus dem Google Keyword Planner durchgeführt werden. Dabei wir das Suchvolumen der einzelnen Keywords klassifiziert. Das Verfahren sollte man aus dem Supply Chain Management kennen, bei denen Güter anhand ihrer Preise und Menge in A-,B- und C-Güter unterteilt werden. Die Klassifizierung geschieht dabei über den kumulierten Anteil der Preis*Menge des jeweiligen Guts an der gesamten Kostenstruktur (Summe aller Preis*Menge).

Im nächsten Schritt werden die Keywords gruppiert. Jedes Keyword wird per Algorithmus oder per Hand einem Thema zugeordnet. Die Gruppenanalyse ähnelt einer Clusteranalyse, bei dem Keywords einem bestimmten Cluster zugeordnet werden. Anhand der Gruppenanalyse kann die Konzentration des Suchvolumina für bestimmte Themen festgestellt und im Zuge der Optimierungspläne berücksichtigt werden.

Nachfrageanalyse mit AnswerThePublic

Ein weiteres Tool zur Identifikation von Chancen stellt AnswerThePublic.com dar. Eine Sammlung an Keyword-Kombinationen (Fragestellungen, Präpositionen, Vergleiche) zeigt wesentliche Chancen im Ranking auf, um die Bedürfnisse der Nutzer besser zu treffen. Der Nachteil in der freien Version sind die fehlenden Suchvolumen-Daten.

Wie analysieren wir Stärken im Zuge der Suchmaschinenoptimierung?

Stärken können anhand bestehender Daten ermittelt werden. Im Rahmen der Suchmaschinenoptimierung sind dabei vor allem Daten aus der Google Search Console oder Traffic-Verhaltensdaten aus Google Analytics interessant. Qualitative Stärken sind mit User-Tracking-Tools wie Inspectlet und Hotjar realisierbar.

Wie analysieren wir Risiken im Zuge der Suchmaschinenoptimierung?

Risiken in der Suchmaschinenoptimierung scheinen in erster Linie durch fehlende Anwendung der Suchmaschinenoptimierung zu entstehen ;-). Als Beispiele für Risiken in der Suchmaschinenoptimierung lassen sich folgende Punkte nennen:

– Sichtbarkeit von Wettbewerbern auf Brand-Begriffen

– Miserable CTRs auf Brand-Begriffe

– Fehlender Local Business Eintrag

– Misslungenes Bilder SEO

– Mangelhafte Offpage-Optimierung (fehlende Verzeichnis-Einträge)

Wie analysieren wir Schwächen im Zuge der Suchmaschinenoptimierung?

Schwächen bei der SEO-Anwendung lassen sich mithilfe einer Benchmark-Analyse ermitteln. Dabei werden aktuelle Klick-Zahlen aus der Google Search Console auf Keywords mit den Keyword-Daten vom Google Keyword Planner verglichen.

Marvin Jörs

Marvin Jörs ist Gründer und geschäftsführender Gesellschafter der Skyscraper Marketing UG. Bereits mit 14 Jahren absolvierte Jörs sein erstes Schulpraktikum bei der Deutschen Telekom mit Aspekten aus der Suchmaschinenoptimierung. Seitdem erfolgten mehrere berufliche Stationen sowie Aktivitäten als freiberuflicher Webdesigner. Er hat an der Technischen Universität in Darmstadt einen B.Sc. in Wirtschaftsinformatik abgeschlossen.